Der Architekt und Bauhaus-Mitbegründer Walter Gropius wurde am 18. Mai 1883 in Berlin geboren. Er stammte aus einer großbürgerlichen Familie und war ein Großneffe des Architekten Martin Gropius, eines Schinkel-Schülers. 1903 bis 1908 studierte er Architektur in München und Berlin, brach sein Studium aber ohne Diplom ab. 1910 machte er sich als Architekt und Industriedesigner selbständig und setzte mit seinen Architektur- und Design-Vorschlägen schnell neue Maßstäbe.
Nach dem 1. Weltkrieg engagierte Gropius sich in verschiedenen Gruppierungen für eine umfassende Neuorientierung der Architektur und begann 1919, mit Gründung und Leitung des Staatlichen Bauhauses in Weimar, seine Theorien in die Praxis umzusetzen. 1928 trat er von diesem Posten zurück, um wieder als freier Architekt zu arbeiten. 1934 floh er vor den Nationalsozialisten nach England und wurde 1937 als Professor an die Harvard University in den USA berufen, wo er 1944 die amerikanische Staatsbürgerschaft annahm. 1969 starb er in Boston als einer der größten Architekten des vergangenen Jahrhunderts.